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Aquila A210 – Der Adler kurz vorm Abheben

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Unsere 'Helden'

Kaufe ich mir ein Auto, dann gehe ich zum Händler, hole mir die Unterlagen, fahre auf die Zulassungsstelle und kann dann losfahren. Bei einer Echo-Maschine sieht das Ganze etwas anders aus. Diese Erfahrung konnten die Echo-Piloten mit unserer Aquila machen.

Nach Beantragung hatten wir bereits am 01.11.2011 die Kennzeichenvormerkung für unser deutsches Kennzeichen D-EKHA erhalten.

Am 12.11.2011 landete das in Toulous, Frankreich, gekaufte deutsche Flugzeug mit der französischen Zulassung in Worms. Dann ging es – manchmal auf kleinen Irrwegen (aus Erfahrung wird man bekanntlicher Weise klug) – daran, die Aquila für den deutschen Luftverkehr flugtauglich zu machen. Dazu gehörte viel, viel, viel Geduld, Redekunst, natürlich technisches Wissen und Verständnis.

 


Durch stätiges Nachfragen und Infomieren, wie ist die Verkehrszulassung zu erreichen, ohne sich an einen Instandhaltungsbetrieb binden zu müssen, konnten die einzelnen Hürden genommen werden.
Dies begann damit, die Maschine von französisch auf deutsch umzurüsten. Das hieß, die französische Kennung bei Minus-Temperaturen zu entfernen und unsere Kennung D-EKHA anzubringen, die Beschilderung innerhalb der Maschine und im Motorraum entsprechend anzupassen etc. etc. etc.. Zwischenzeitlich sollte das ELT auf unsere Kennung programmiert werden, was so einfach nicht funktionierte. Das Gerät musste dreimal versandt werden. Nach mehreren Rückfragen stellte sich heraus, dass ein Chip (Dongle), der mit der französischen Kennung programmiert war, an einer ungewöhnlichen Stelle eingebaut war und bei jeder Prüfung das ELT wieder zurücksetzte. Nach dem wir einen Chip mit unserer Kennung hatten, funktioniert das ELT nun einwandfrei. Allerdings musste die ELT-Antenne noch außen montiert werden. Es war aber noch nicht wärmer geworden.
Die nächste Schwierigkeit bestand darin, das IHP (Instandhaltungsprogramm) zu erstellen. Trotz unserer vielfältigen Kontakte blieb Volkmar Funke und Manfred Spitz nichts anderes übrig, das IHP selbst zu erstellen. Zwischenzeitlich hatten wir Kontakt mit einem unabhängigen CAMO-Prüfer aufgenommen, das IHP vorgelegt und an Heiligabend 2011 zur Post gebracht. Bearbeitungszeit nach Eingang beim LBA betrug ca. 4 Monate. Während dieser Zeit wurden die Prüfunterlagen für Funk- und Navigationssystem erstellt, Mode S für den neuen Transponder beim LBA und die Funkfrequenzen bei der Bundesnetzagentur beantragt.
Ende März kam dann endgültig das genehmigte IHP zurück. Am 01. April 2012 wurde die Flugtüchtigkeitsprüfung durch den CAMO-Prüfer in Zusammenarbeit mit Volkmar Funke mit Erfolg durchgeführt. Am 05. April 2012 wurde der Antrag auf Verkehrszulassung und Eintragung in die Luftfahrzeugrolle mit vielen amtlichen Bescheinigungen, per Einschreiben, an das LBA geschickt.
Und jetzt heißt es nochmals abwarten, bis die Verkehrszulassung vom LBA zurück ist. Der Wettergott wartet wohl auch darauf, denn momentan sieht es nicht nach idealem Flugwetter aus.

 

 

Aquila A210 – Der Adler kurz vorm Abheben

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


  1. nopicJoachim (Joschi) *  schreibt am 12.04.2012 10:25
    Toll!! Vielen Dank für Eure tolle Arbeit und viele Mühe, die ihr in die Aquila gesteckt habt! Ich freue mich schon sehr auf das "Erste Mal" ;-)